Vielversprechender Multimedia-Player mit SchwächenEin Hauptproblem bei der Wiedergabe von Audio- und Videodateien auf dem PC sind fehlende Codecs. Dabei handelt es sich quasi um die technischen Filter, mit denen ein Film oder eine Musikdatei hergestellt worden sind. Fehlt der Codec, lässt sich die entsprechende Datei nicht wiedergeben. Der kostenlose GOM Player für Audio und Video aus Asien löst dieses Problem, indem er bei Wiedergabebeginn fehlende Codecs ausmacht und die entsprechenden Dateien aus dem Internet nachlädt.
Die Idee, quasi
on demand fehlende Codecs aus dem Internet nachzuladen, liegt ausgesprochen nahe. Technisch ist der Ansatz bei dem GOM Player wie folgt umgesetzt: Legt man beispielsweise eine DVD ein, für deren Wiedergabe der Codec fehlt, bemerkt die Software dieses Manko und lädt den fehlenden Filter aus dem Internet auf den Rechner. Die heruntergeladenen Codecs muss man manuell auf dem PC installieren.
Sind die richtigen Codecs auf dem PC vorhanden, spielt der GOM Player die ganze Palette gängiger und weniger verbreiteter Audio- und Videoformate ab. Auch über die unterschiedlichen Dateitypen hinaus erweist sich die Freeware als äußerst vielseitig: Sowohl bei der Steuerung des Players – die funktioniert über die Tastatur, Mausbewegungen und Kontextmenüs – als auch bei den Wiedergabeeinstellungen bietet der GOM Player eine ausgesprochen gut gefüllte Palette. Ein Zehn-Band-Equalizer verändert den Ton, zig Videofilter und Schaltflächen etwa für den Kontrast, die Helligkeit, die Farben oder die Wiedergabegeschwindigkeit optimieren das Bild.
Anders als andere Videoplayer hat der GOM Player selbst mit defekten Videos keine Probleme. Sind Videodateien nicht vollständig oder defekt, liest die Software selbst daraus vorhandene Bilder und Audiospuren.
Fazit
Gesamturteil: nicht schlecht, aber. Alles in allem wirkt der GOM Player gut aufgebaut und ausgesprochen vielseitig. Schwächen sind allerdings nicht von der Hand zu weisen. Die GOM-Player-Garantie, alle Videos und Audiodateien wiedergeben zu können, stimmt nicht hundertprozentig. Im Test scheiterte die Software bei der Wiedergabe mehrerer Audio- und Videodateien, weil sie die entsprechenden Codecs weder auf dem PC noch im Internet finden konnte.