Google Earth für Anspruchsvolle: Mit der NASA um die Welt und auf den MondDer digitale Weltatlas
Google Earth reißt selbst Erdkundemuffel in seinen Bann. Satellitenaufnahmen aus aller Herren Länder, direkte Bilder von den eigenen vier Wänden, und das Ganze auch noch in Echtzeit. Ohne Frage ein faszinierendes Reiseerlebnis aus dem Weltall. Wissenschaftlicher als Google Earth reist die ebenfalls kostenlose Software NASA World Wind von der US-amerikanischen Raumfahrtgesellschaft um die Erde. Zudem bietet das Programm im Gegensatz zu Google Earth nicht nur Bilder von der Erde, sondern auch vom Mond.
Der Profi-Bruder von Google Earth bringt zumindest für die USA wirklich hoch aufgelöste Satellitenbilder auf den PC. In spektakulären Aufnahmen reist man wie bei Google Earth durch die Vereinigten Staaten. Natürlich kann man auch den Rest der Erde mit NASA World Wind vom Weltall aus anfliegen, allerdings in niedrigerer Auflösung. Dafür trumpft die Open-Source-Software mit anderen, vor allem wissenschaftlicheren Plug-Ins auf. So liefert das Programm Bilder von verschiedenen Satelliten, darunter etwa meteorologische Aufnahmen, dreidimensionale topografische Ansichten und sogar wissenschaftlich aufbereitete Animationen zu Naturereignissen.
Der Unterschied zwischen Google Earth und NASA World Wind liegt auf der Hand: Wo die Laienversion der Suchmaschine mit eher durchschnittlichem Bildmaterial und kargen geografischen Angaben aufwartet, liefert Nasa World Wind lupenreine Satellitenbilder. Je nach Satellit kommt man bis auf 15 Meter pro Pixel an die Erdoberfläche heran. Und das Ganze sogar in drei Dimensionen. Das gilt allerdings nur für die USA. Außerhalb der Vereinigten Staaten liefert die Google-Version teilweise bedeutend bessere Bilder.
Fazit
wer auf wissenschaftlich gut aufbereitetes Material oder scharfe Bilder aus den USA wert legt, findet in NASA World Wind einen ausgezeichneten Partner. Gute Qualität hat aber natürlich ihren Preis. Zwar muss man auch für die NASA-Version des digitalen Atlasses keinen Cent bezahlen, allerdings ist der Download mit mehr als 180 Megabyte 18 mal größer als bei Google Earth. Auch die Ladezeit für das direkt aus dem Internet bezogene Bildmaterial hat es in sich.
• Systemvoraussetzungen mindestens:
· Prozessor: 700 MHz
· RAM: 128 MB
· Grafikkarte: 3D-Grafikkarte
· DSL-Internetverbindung
· 1,5 GB Festplattenspeicher
· DirectX 9.0c oder höher
· .NET Framework 2.0 oder höher
• Systemvoraussetzungen empfohlen:
· Prozessor: 1.4 GHz
· RAM: 256 MB
· 3 GB Festplattenspeicher