Klassiker im 3D-GewandDie Siedler II - Die nächste Generation ist ein Remake des beliebtesten Teils der populären Siedler-Strategiespiele. Wahlweise baut der Spieler darin mit dem Volk der Römer, Nubier oder Asiaten ein Wirtschaftsimperium auf.
Zu Beginn einer Mission muss man zuerst die Grundversorgung sicherstellen. Steinmetze und Holzfäller sorgen für Baumaterial, mit dem man Schritt für Schritt ein komplexes Wirtschaftsystem aus 31 verschieden Gebäuden und einem wahren Wirrwarr an Wegen und Straßen aufbaut. Siedler mit 25 möglichen Berufen und 31 verschiedene Güter stellen den Spieler vor komplexe Aufgaben.
Die Untertanen verarbeiten die verschiedenen Rohstoffe des Landes und versorgen sich — eine vorausschauende Planung des Spielers vorausgesetzt — gegenseitig mit den verarbeiteten Produkten. Neugebaute Militärgebäude setzten die Grenzen des eigenen Reiches fest. Trifft man beim Ausbau des eigenen Gebietes auf eines der anderen Völker, gilt es durch geschickte Attacken deren Gebiete zu übernehmen und ihr Wirtschaftssytem ins Stocken zu bringen. Im Gegensatz zu vielen anderen Echtzeitstrategiespielen liegt der Schwerpunkt nicht auf der Kriegsführung, sondern auf dem Aufbau und dem Erhalt eines funktionierenden Wirtschaftssystems.
Insbesondere die vorausschauende Planung der Transportwege ist immens wichtig, da die Schlacht schon so gut wie verloren ist, wenn Nachschub und Verstärkung im sprichwörtlichen Stau steckenbleiben oder der Waffenschmied keine Kohle hat, um den Schmelzofen anzuwerfen.
Wer die zehn Missionen der storybasierten Kampagne durchgespielt hat, kann sich an zehn Freispielkarten versuchen und auf acht Mehrspielerkarten gegen menschliche Gegner antreten. Die hier angebotene Demoversion bietet mit zwei Missionen einen ersten Einblick in die Kampagne der Römer.
Fazit
Das Spielprinzip von Siedler II hat auch nach zehn Jahren nichts an Faszination eingebüßt. Das Spiel glänzt wie schon das Original mit einem immensen Detailreichtum. Die verschiedenen Untertanen, Gebäude und auch die Landschaft sind liebvoll gestaltet und ständig in Bewegung, so dass selbst in den Wartephase keine Langeweile aufkommt. Aber Vorsicht: Die detailreiche 3D-Grafik des Remakes macht es noch einfacher, das eigentliche Ziel aus den Augen zu verlieren, während man seine ständig hin und her wuselnden Untertanen beobachtet.
• Systemvoraussetzungen mindestens:
· Prozessor: 1,4 GHz
· RAM: 512 MB
· Grafikkarte: 64 MB
· DirectX-kompatible Soundkarte
· DirectX 9.0c oder höher
• Systemvoraussetzungen empfohlen:
· Prozessor: 3,0 GHz
· RAM: 1 MB
· Grafikkarte: 128 MB