Merkt sich Termine, Adresse, Notizen und PasswörterTerminplaner gibt es wie Sand am Meer. Um auf dem Markt der Organizer dennoch Anwender zu finden, muss man als Entwickler seinem Produkt Extrafunktionen oder neuartige Bedienkonzepte spendieren. Im Fall von Orga-Nicer wollen die Autoren mit einer breiten Funktionspalette auftrumpfen. So kümmert sich die für den privaten Einsatz kostenlose Software nicht nur um Termine und Adressen. Die Freeware speichert zusätzlich Passwörter, enthält einen Kalender, merkt sich Notizen sowie Ideen und bietet eine flexible Erinnerungsfunktion.
Über eine Art Karteikartensystem bietet Orga-Nicer Zugang zu den einzelnen Programmmodulen. In der Kategorie
Erinnerungen programmiert man Alarme für bestimmte Ereignisse. So kann man sich etwa rechtzeitig an anstehende Geburtstage erinnern lassen. In dem Modul
Notizen kann man virtuelle Notizzettel anlegen und auf den Desktop "kleben". Wer hin und wieder spontane Einfälle hat und diese aufschreiben möchte, wird sich für die Kategorie
Ideen interessieren. Dort speichert das Programm kurze Aufschriebe aller – jeweils mit einem Titel versehen. Das Modul
Kalender bietet zahlreiche Funktionen rund um Tages-, Wochen-, Monats- und Jahresplanung. Über das
Adressbuch pflegt man Kontaktdaten ein. Zu guter Letzt enthält Orga-Nicer einen integrierten Passwortverwalter, der über die Kategorie
Passwörter zugänglich ist.
Alle Programmfunktionen lassen sich von mehreren Anwendern unabhängig voneinander nutzen. Dafür legt Orga-Nicer beliebig viele unterschiedliche Nutzerkonten mit jeweils eigenem Passwort an.
Fazit
Orga-Nicer bündelt zahlreiche Funktionen, die vor allem für eher vergessliche Zeitgenossen interessant sein dürften. Allerdings hakt das Programm an manchen Stellen – so muss man etwa Adressen manuell unter dem passenden Anfangsbuchstaben einsortieren. Ob man virtuelle Notizzettel, Passwörter und Standard-Organizer-Funktionen unbedingt unter derselben Oberfläche verwalten muss, bleibt fraglich. In Sachen Praxistauglichkeit sind mehrere entsprechende Einzelanwendungen wahrscheinlich die geschicktere Lösung. Kurzum: weniger wäre hier vielleicht doch mehr gewesen.